20 Jahre Mauerfall - 20 Jahre europäische Freiheit

doppelgedächtnis: debatten für europa 6

5. Dezember 2008, Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin

Radosław Sikorski Außenminister der Republik Polen

Lesen Sie den Beitrag in der Anthologie Freiheit, ach Freiheit...

Vita Radoslaw Sikorski


Grußwort Zsuzsa Breier               

Die "Fragen des jungen Europa": Bryn Watkins und Larissa Zierow              


"If some day Europe is to speak with one voice on matters of crucial importance to its future, it needs a common historical consciousness. We will be able to attain it only if we refrain from trying to exploit different, often contradictory historical experiences for short-term political gain; instead, we need to work for a common perception of the past. It is a viable goal, ough not attainable within one generation."  


"The nations of Eastern Europe, locked behind the Iron Curtain, never gave up their striving for self-liberation. There was the Berlin Uprising of 1953, and in 1956 – Budapest and the October events in Poland. Let us also recall in this context the Prague Spring of 1968 and the election of Polish cardinal Karol Wojtyła to the papacy, followed by his pilgrimages to Poland and other Iron Curtain states. Finally, there was the multi-million-strong Polish Solidarity movement – unprecedented in history – without which the Berlin Wall would have continued its grim existence for many more years."


  

Radoslaw Sikorski mit Walter Momper, dem Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses und Botschafter Marek Prawda

                                                        

Mit Bezirksbürgermeister Joachim Zeller       Moderator Robert von Rimscha           Eckart von Klaeden mit Dietlind Jering 

Aus der Presse:

Reden statt quälen. DER TAGESSPIEGEL

Neue Nachbarschaft im Osten. von Gerhard Gnauck.  WELT AM SONNTAG

 

Die Studienkollegiaten                  Barbara Monheim mit der Initiatorin



Marek Prawda, Radoslaw Sikorski, Zsuzsa Breier, Dietlind Jering, Robert von Rimscha

Minister of Foreign Affairs Radosław Sikorski Offizielle Website 

Radoslaw Sikorski, der als Anführer der Studentenrevolte in 1981 nach deren Niederschlag ins westliche Ausland flüchtete, wandte sich mit seinem Buch "Das polnische Haus" der Geschichte zu. Der nach der Wende aus Großbritannin heimgekehrte Sikorski beschrieb mit der Geschichte der Restaurierung eines verfallenen polnischen Gutshauses die Geschichte seines Landes. Schicht für Schicht deckt er die Vergangenheit des Hauses auf und damit die Vergangenheit einer Familie, einer Region, eines Landes - ein Buch über Zugehörigkeit, Geborgenheit und Identität in Europa.

Der polnische Politiker, der nach dem Abitur Polen verließ, in Oxford Geschichte und Philosophie studierte, später als Auslandskorrespondent aus Kriegsgebieten wie Angola, Jugoslawien und Afghanistan berichtete, kehrte erst nach der Wende nach Polen zurück.

Radoslaw Sikorski, der das geteilte Europa im Osten und im Westen kennengelernt hat, deren persönliches Schicksal und berufliche Karriere wesentlich vom Kalten Krieg, der kommunistischen Diktatur, sowie vom Ende des Kommunismus und dem Ende der europäischen Teilung geprägt sind, gestaltet heute polnische und europäsche Politik mit. Die Verständigung der Europäer über die Vergangenheit und die Zukunft, der Konsens über Werte und Identitäten, Beziehungen der Europäer untereinander und zu der Welt gehören genauso zu seinem Aufgabenfeld wie das Denkn über die gemeinsame europäische Zukunft. 


VITA

Der Außenminister der Republik Polen, Radoslaw Sikorski, geb. 1963 in Bydgoszcz, studierte in Oxford Philosophie, Politikwissenschaft und Wirtschaft.

Als einer der Anführer der Studentenrevolte in 1981 in Bydgosz musste er nach deren Niederschlag flüchten. Zwischen 1981-1989 lebte er in Großbritannien. Als Reporter berichtete er in den Jahren 1986-1989 aus den Kriegsgebieten in Afghanistan und Angola.

Nach der Wende kehrte er nach Polen zurück, 1992 begleitete er als stellvertretender Verteidigungsminister Polens NATO-Beitritt. Zwischen 1998-2001 war er stellv. Statssekretär im Außenministerium der Republik Polen.

In 2002-2005 war er resident fellow bei dem American Institute of Enterprise in Washington und Executive Director of the New Atlantic Initiative.

Sein Buch “Prochy świętych – podróż do Heratu w czas wojny” (“The Polish House – an Intimate History of Poland” ) ist auch auf Deutsch erschienen unter dem Titel "Das polnische Haus".

In 2005-2007 R. Sikorski war Verteidigungsminister, seit November 2007 ist er polnischer Außenminister und Mitglied der liberal-konservativen Partei Bürgerplattform (Platforma Obywatelska, PO). 


Unser Dank gilt der

  • Stiftung Aufarbeitung
  • Europäische Kommission Vertretung in Deutschland
  • Kazel Electronic sp.
  • Studienkolleg zu Berlin