Über die Gesellschaft
Ziel der Gesellschaft ist es, den kulturellen Dialog zwischen alten und neuen EU-Länder zu fördern, und damit zur Integration der neuen Mitglieder, zur Verständigung der Europäer untereinander beizutragen.
Die Gesellschaft DIALOG.KULTUR.EUROPA.e.V. wurde kurz vor der EU-Erweiterungsrunde um zehn neue Länder in 2003, auf die Initiative der ungarischen Kulturdiplomatin Zsuzsa Breier gegründet. Die Gesellschaft nannte sich bis 2010 Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterterten Europa e.V.
Die Mitglieder der Gesellschaft sind überzeugt, dass das Zusammenwachsen des neuen Europa gegenseitiges Kennenlernen, interkulturelle Bildung, aktives Miteinander, das Erweitern und Vertiefen der öffentlichen europäischen Debatten braucht.
Richard von Weizsäcker Bundespräsident a.D. steht der Gesellschaft seit ihrer Gründung als persönlicher Unterstützer zur Seite. Die Erinnerungs-Reihe der Gesellschaft fand unter der Schirmherrschaft der Präsidenten des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering und Jerzy Buzek statt.

Europäische Verständigung
Die jahrzehntelange Trennung des Ostens und des Westens, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Abschottung des sowjetkommunistischen Blocks, die ideologische Verfeindung im Kalten Krieg, das lange Pausieren der Kommunikation der Europäer haben nachhaltige Spuren in den Gesellschaften hinterlassen. Wie für das Gelingen von Staat und Wirtschaft das Verhalten und das Denken seiner Bürger entscheidend ist, spielt die Denkweise der Menschen auch für das Gelingen von Europa eine entscheidende Rolle.
Denken für Europa
Das Denken der Europäer in den alten und den neuen Demokratien kennenzulernen und miteinander zu teilen, hat sich unsere Gesellschaft zur Aufgabe gemacht. Um die wertvolle multinationale Belegschaft und kulturelle Vielfalt der Europäer gegenseitig verstehen und vermitteln zu können, initiieren wir Projekte, die die Europäer und ihre Ideen zusammenführen. Fragen, Sorgen, Hoffnungen und Visionen der Bürger Europas sollen über die nationalen Grenzen hinaus ins Gespräch gebracht werden.

Doppelgedächtnis: Debatten für Europa
Anläßlich 20 Jahre Mauerfall, das für 75 Millionen Ostblock-Bürgern Freiheit brachte und damit das Zusammenwachsen des geteilten Europa ermöglichte, veranstalten wir die Vortrags- und Gesprächsreihe „Doppelgedächtnis: Debatten für Europa“. Wir laden mit der freundlichen Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung, sowie durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern und Förderern über 2 Jahre hinweg Redner aus ganz Europa nach Berlin ein, um Positionen zum Umgang mit der europäischen Geschichte kennenzulernen und zu diskutieren. Wir fragen unsere Redner danach, was die Europäer aus der Vergangenheit für die Zukunft gelernt haben.
Jeweils zwei Redner, einer aus dem Westen und einer aus dem Osten Europas, setzen sich mit der Frage auseinander, ob und wie das Denken der Europäer über die Zukunft von ihren - so unterschiedlichen - Erfahrungen geprägt ist. Der Rückblick auf 60 und 20 Jahre Freiheit und Menschenrechte im Westen und im Osten, auf die Errungenschaften der Demokratie, auf die Aufarbeitung zweier Diktaturen verschafft wertvolle Einsichten für heute und morgen.
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, sowie sein Nachfolger, der erste Osteuropäer an der Spitze des EU-Parlaments Jerzy Buzek übernahmen die Schirmherrschaft.
Die Gesellschaft initiierte und organisierte in 2004/2005 das größte gemeinsame Festival der zehn neuen EU-Länder. Die einmalige zivilgesellschaftliche Initiative DAS KULTURJAHR der ZEHN fand unter der Schirmherrschaft der zehn Außenminister und ihres deutschen Amtskollegen Joschka Fischer, sowie der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien Christina Weiss und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit statt.

Das KULTURJAHR der ZEHN
Unter dem Motto „ Erweiterung ist gut für den Horizont!“ organisierte das Kulturjahr der Zehn zwischen Mai 2004 und Mai 2005 über 60 Projekte u.a. in den Bereichen Bildende Kunst, Fotokunst, Literatur, Diskussionsveranstaltungen, Film und Musik. Insgesamt begeisterte das KULTURJAHR der ZEHN 300.000 Zuschauer, sowie zahlreiche Lehrer in Deutschland und in den neuen EU-Ländern. Mehr als 500 Teilnehmer aus den zehn neuen EU-Ländern sangen, diskutierten, stellten ihre Werke aus, zeigten Filme und ließen Gemeinsames entstehen – in ganz Berlin an rund 30 Veranstaltungsorten, in Potsdam, Essen, München, Wiesbaden, Cottbus und auf Malta.
