Europa ist mehr Musik!

90 Jahre Unabhängigkeitserklärung der baltischen Staaten

Konzert 2008

  Sonora Vaice und Tereze Rozenberga im Atrium der Deutschen Bank


     

Unser Jahreskonzert 2008 knüpfte an dieses Fest und die Freude dieses Jubiläums,

und widmete sich der baltischen Musik mit zwei Künstlerinnen aus Lettland.

 

„Auf jeden Letten kommt ein Lied“ – besagt ein geflügeltes Wort. Und tatsächlich kommen auf 1,3 Millionen lettischstämmigen Einwohner heute um die 1,2 Millionen „Dainas“, wie die Letten ihre Lieder nennen. Unser Konzert, inspiriert von dieser einzigartigen Liedertradition, huldigt auch der „Singenden Revolution“, die als singender und tanzender Widerstand gegen das Sowjetregime Geschichte geschrieben hat.

Kulturattaché Dace Veidmane begrüßt die Gäste




DIALOG.KULTUR.EUROPA-Leiterin Zsuzsa Breier, Tereze Rosenberga, Gastgeber Herbert Schaub, Sonora Vaice

       

Vereinsvorsitzender Thomas Kurze                 Vizevorsitzende Karen Horn mit Zsuzsa Breier


        


     

Sonora Vaice      

Tereze Rozenberga

 


In memoriam Zoltán Kodály

Konzert 2007

Máté Sólyom-Nagy (Bariton) und Zsuzsa Bálint (Klavier)

10. Dezember 2007, Robert-Koch-Hörsaal der Charité Berlin

Programm

Partner: 

Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA  

SEILER Pianofortefabrik GmbH & Co.KG

 

MÁTÉ SÓLYOM-NAGY, Bariton, Gesangstudium in Budapest, zweifacher Preisträger der Artisjus Stiftung für herausragende Leistungen in Zeitgenössischer Musik. Das Ensemblemitglied am Theater Erfurt hatte Gastengagements an mehreren Opernhäusern, er sang u. a. in der Komischen Oper Berlin 2005 die Titelpartie in Peter Konwitschnys „Don Giovanni“ im Rahmen des KULTURJAHR der ZEHN.  www.snmate.hu

ZSUZSA BÁLINT, als Tochter einer ungarischen Musikerfamilie in Siebenbürgen geboren, begann mit sieben Jahren Klavier zu spielen, mit elf nahm sie an nationalen Musikwettbewerben teil und mit dreizehn konzertierte sie bereits mit führenden Sinfonieorchestern in Rumänien. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, u.a. des „Château de Courcillon“, „San Sebastian“, „Parma“. www.zsuzsabalint.com

ZOLTÁN KODÁLY (1882 – 1967), ungarischer Komponist, Musikpädagoge und Musikethnologe, begann 1905 als einer der ersten mit der wissenschaftlichen Untersuchung der Volksmusik. Dazu zog er gemeinsam mit Béla Bartók über die Dörfer und sammelte folkloristisches Liedgut. Die von ihm entwickelte sog. Kodály-Methode wird an Schulen weltweit im Musikunterricht verwendet


 

Grußworte des Gastgebers und Vereinsvorsitzenden (2006-2007) Ulf B. Göbel und der Initiatorin Zsuzsa Breier

Ursula Seiler, Gesellschafterin der Seiler Pianofabrik im Gesprächmit Dr.Thomas Kurze, Vorsitzender 2007-2008

 

Der Gastgeber, Prof. Ulf Göbel stellt den Saal vor                  Initiatorin Dr. Zsuzsa Breier wirbt für mehr Europa

Der Vorstand der Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterten Europa e.V. lädt Mitglieder und Freunde des Vereins jährlich zum Jahresende zu einer exklusiven Veranstaltung ein.

Letztes Jahr waren wir Gäste des Deutschen Historischen Museums. Markus Meckel, Joachim Gauck, Hans Ottomeyer und Hans-Jürgen Fink leiteten mit einer Diskussion zum Thema „Vereintes Europa –geteilte Erinnerungen“ unser nächstes Projekt ERINNERUNG FÜR DIE ZUKUNFT ein.

2007 lud die Gesellschaft zu einem ungarischen Konzert in den historischen Robert-Koch-Hörsaal der Charité. Der Abend war dem ungarischen Komponisten Zoltán Kodály gewidmet, der mit seinem Freund, Béla Bartók zusammen das „echte“ ungarische Volkslied jenseits der Zigeunerromantik erforschte. Das Konzert mit Liedern und Klavierwerken des großen Wegbereiters moderner ungarischer Musik, „aus der Seele des Volkes“, wurde zu einem besonderen musikalischen Erlebnis für die über 100 Besucher. 


 

Vereintes Europa - Geteilte Erinnerungen ?

Podiumsgespräch mit Markus Meckel, Joachim Gauck, Hans Ottomeyer

28. November 2006

Deutsches Historisches Museum, Berlin

 

„Geschichte ist nicht nur Geschehenes, sondern Geschichtetes – also der Boden, auf dem wir stehen und bauen.“ (Keler) Auf welchem Boden steht das erweiterte Europa? Auf welchen Schichten kann es bauen? Welche Rolle spielt die Erinnerungskultur in den einander fremd gewordenen Welten im Osten und im Westen? Gibt es ein europäisches Gedächtnis? Welche Rolle spielt die Vergangenheitsbewältigung für die Zukunft? Welche Identitäten, Erinnerungen, Erfahrungen, Ideologien prägen das Geschichtsbild der neuen Generation?

Joachim Gauck, der um die Aufarbeitung des „unheimlichen Erbes der DDR“ sich verdient machte, Träger des Hannah-Arendt-Preises für politisches Denken, erster und jahrelangerBundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, plädiert für die Erinnerung  als „therapeutischen Prozess“, aus dem man lernen kann.  

Hans Ottomeyer verantwortet als Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums in Berlin die ständige Ausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“. Die Ausstellung ist als „Ort der Besinnung und der Erkenntnis durch historische Erinnerung“ gedacht, sie soll zur  Auseinandersetzung mit der Vergangenheit im Hinblick auf die Fragestellungen unserer Zeit anregen.

Markus Meckel, einer der führenden Bürgerrechtler und erster frei gewählter Außenminister der ehemaligen DDR, Pfarrer, Preisträger für die deutsch-polnische Verständigung, setzt sich auch heute als MdB und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses mit Schwerpunkt Europapolitik für die Aufarbeitung der Geschichte ein.

Hans-Jürgen Fink, Chef vom Dienst, Deutschland Radio Kultur moderiert das Gespräch.