20 Jahre Mauerfall - 20 Jahre europäische Freiheit

DOPPELGEDÄCHTNIS: Debatten für Europa 12

mit Mart Laar und Wolfgang Schäuble

     Einladungskarte 

 "Wenn wir versuchen, etwas zu vergessen, es kommt zurück" (M.Laar)

"Die Freiheit ist jeder anderen Ordnung überlegen. Aber weil Menschen ohne Grenzen nicht funktionieren, muss man alles dran setzen, dass die Freiheit sich nicht delegitimiert." (W. Schäuble)         
                                                          

Wolfgang Schäuble (Bundesfinanzminister) und  Mart Laar  (Ministerpräsident a.D. Estland)

Moderation: Konstantin von Hammerstein (Der Spiegel)

Gastgeber: Matthias Petschke, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland

  Eröffnungsrede Zs. Breier     


Wolfgang Schäuble betrachtet den deutschen Einigungsprozess zwar als „gut vorangekommen“, aber noch nicht vollendet: „Trennung und Einigungsprozess sind Wunden, die so schnell nicht verheilen.“ Der Mauerfall war für den damaligen westdeutschen Innenminister ein bewegendes Moment, verbunden mit der Frage `Wie wird's gehen`. Denn „die allermeisten hatten nicht begriffen, wie fremd wir uns zum Teil geworden waren.“ „Die Menschen in der DDR haben nach Westen geschaut, und wir in der Bundesrepublik auch.“

Prägt die Europäer diese Asymmetrie zwischen Ost und West auch noch 20 Jahre nach dem Mauerfall? Gibt es ein europäisches Gedächtnis, das die Erinnerungen diesseits und jenseits der Mauer zusammenführt, und die Grundlagen für ein gemeinsames europäisches Denken gibt?

Mart Laar stellt diese Fragen aus der Sicht des Baltikums. Für die Bürger der Ostblockländer spielte während der jahrzehntelangen Fremdbeherrschung und kommunistischer Gewaltherrschaft das europäische Selbstverständnis eine große Rolle im „Widerstand gegen Kommunismus und Totalitarismus“. Osteuropa hat die Lehre aus diesem Kapitel europäischer Geschichte gezogen: „no more communism“.

Wie gelingt es aber Europäern heute, 20 Jahre danach, ihre so fremden und unterschiedlichen Erfahrungen miteinander zu teilen?

     

Mart Laar, Politiker und Historiker, Ministerpräsident a.D. von Estland, und Wolfgang Schäuble, der nach dem Mauerfall den
Einigungsvertrag mit der DDR verhandelte
Bundesfinanzminister Deutschlands, bestritten das 12. Doppelgedächtnis-Gespräch.

 

Schirmherr: Der Präsident des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek

Programmleitung: Zsuzsa Breier (Initiatorin), Anne Applebaum, Henryk M. Broder, Hans Gerhard Hannesen, Jürgen Kocka, Marko Martin, Hans Ottomeyer, Michael M. Thoss

Mit freundlicher Unterstützung der      In Zusammenarbeit mit   


Die Fragen des Jungen Europa stellte: Robert Schachtschneider,Stipendiat des Studienkolleg zu Berlin.

www.studienkolleg-zu-berlin.de